Pkw-Markt in Österreich 1. Quartal 2022: Volkswagen Konzernmarken halten Marktanteil mit 37,3 Prozent trotz angespannter Liefersituation stabil auf hohem Niveau

03.05.2022
  • Automarkt bleibt mit 52.375 Pkw-Neuzulassungen um 17,5 Prozent hinter dem Vorjahr zurück; Chip- und Ukraine-Krise verstärkten den Rückgang
  • Volkswagen Konzernmarken bewegen sich mit 19.533 Neuzulassungen und einem Minus von 21,8 Prozent entlang der Gesamtmarktentwicklung
  • Audi führt das Ranking der Premiummarken an und konnte als einziger Premiumanbieter auch bei den Stückzahlen zulegen (+15,3 Prozent)
  • Porsche gelingt mit 0,7 Prozent Marktanteil ein "Fast-Start" und liegt deutlich über dem Marktanteilsdurchschnitt der letzten Jahre
  • Volkswagen Konzernmodelle stehen auch bei den Elektrofahrzeugen weiter hoch im Kurs; CUPRA Born nach dem 1. Quartal zweiter der "E-Charts"
  • "Das Kaufinteresse ist bei Unternehmer- wie auch Privatkunden da, aber der übliche Frühjahresschub bei den Neuzulassungen wird heuer aufgrund der Produktions- und Lieferengpässe definitiv ausbleiben", sagt Dr. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg.

 

Salzburg, 11. April 2022 - Auf dem österreichische Pkw-Markt wurden nach den ersten drei Monaten insgesamt 52.375 Pkw neu zum Verkehr zugelassen, womit der heimische Automarkt um 17,5 Prozent hinter dem Vorjahreszeitraum zurück liegt. Im Einzelmonat März stehen 20.653 Neuzulassungen zu Buche, womit fast ein Drittel weniger Fahrzeuge (-30,1 Prozent) neu zum Verkehr zugelassen worden sind als im März 2021.

Die Volkswagen Konzernmarken sind nach den ersten drei Monaten mit 19.533 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen und 37,3 Prozent Marktanteil stabil auf hohem Marktanteilsniveau unterwegs. Mit einem Minus von 21,8 Prozent bewegt sich der Rückgang entlang der Gesamtmarktentwicklung.

"Das Kaufinteresse ist bei Unternehmer- wie auch Privatkunden da, aber der übliche Frühjahresschub bei den Neuzulassungen wird heuer aufgrund der existierenden Produktions- und Lieferengpässe definitiv ausbleiben. Die Neuwagenbelieferung wird sich auf absehbare Zeit anspruchsvoll und volatil gestalten", fasst Dr. Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg den bisherigen Verlauf des Autojahres 2022 zusammen.

"Der Halbleitermangel und die zusätzlichen durch die Ukraine-Krise hervorgerufenen Produktionsunterbrechungen verstärkten im heurigen Autojahr den Rückgang bei den Neuzulassungen von Monat zu Monat", sagt Dr. Hans Peter Schützinger und fügt an: "Parallel wächst der Auftragsbestand von Woche zu Woche in Rekordhöhen. So eine Situation hat es noch nie gegeben. Die aktuellen Marktbedingungen machen bereits jetzt schon eine seriöse Prognose, wohin sich der heimische Automarkt heuer bei den Neuzulassungen entwickeln wird, unmöglich."

Drei Konzernmarken in der Zulassungsstatistik voran; sieben Konzernmodelle im Modellranking in den Top Ten vertreten
Im heimischen Markenranking platzierten sich mit Volkswagen, ŠKODA und Audi als führende Premiummarke wieder drei Volkswagen Konzernmarken auf dem Podium. Geschlossen stark präsentierten sich die Konzernmodelle auch in der Hitparade der beliebtesten Fahrzeuge. Mit dem VW Polo (1.), SKODA OCTAVIA (3.), SKODA FABIA (4.), VW Bus (5.) VW Golf (8.), VW Tiguan (9.) und VW T-Roc (10.) sind wieder sieben Modelle in den Top Ten vertreten.

Volkswagen Konzernmarken auch bei den E-Fahrzeugen weiter hoch im Kurs

Die Zahl der Elektro-Neuzulassunge in Österreich war getrieben durch zahlreiche Neuerscheinungen im 1. Quartal 2022 mit 7.166 Neuzulassungen (+ 8,2 Prozent) stabil unterwegs. In den ersten drei Monaten war wieder jedes siebte neu zum Verkehr zugelassene Fahrzeug rein elektrisch betrieben (13,7 Prozent Marktanteil). Die Volkswagen Konzernmarkten konnten ihre gute Marktstellung trotz der angespannten Liefersituation bei den elektrischen Volumenmodellen festigen. Fast jedes dritte in Österreich neu zugelassene Elektrofahrzeug kommt aus dem Volkswagen Konzern. Herausragend dabei die Performance des CUPRA Born, der nach den ersten drei Monaten auf dem zweiten Platz unter den beliebtesten E-Fahrzeugen des Landes liegt. Ebenfalls hoch in der Käufergunst weit oben: der SKODA ENYAQ iV (4.) und der Audi Q4 e-tron (5.). Im Markenranking belegen Audi und CUPRA hinter Tesla die Plätze zwei und vier.

Die Volkswagen Konzernmarken im Überblick:

Volkswagen Pkw schließt das 1. Quartal 2022 mit 6.965 Neuzulassungen und einem Marktanteilsminus von 13,8 Prozent ab, wobei sich der Modellwechsel beim T-Roc sowie die Lieferengpässe bei T-Cross sowie den E-Modellen ID.3 und ID.4 besonders zu Buche schlug. Für frischen Wind im Segment der kleinen Kompakten haben die Wolfsburger Autobauer, die weiter klar das heimische Markenranking (13,3 Prozent Marktanteil) anführen, mit der Markteinführung des neuen coupéhaften VW Taigo gesorgt.

Die Marke ŠKODA verzeichnete in den ersten drei Monaten insgesamt 4.790 neu zum Verkehr zugelassene Fahrzeuge (9,1 Prozent Marktanteil). Trotz anhaltender Lieferengpässe bei den Modellen OCTAVIA, SUPERB und ENYAQ iV belegt die tschechische Marke weiterhin souverän Platz zwei im Markenranking. Mit dem neuen ENYAQ COUPE iV präsentierte die Marke ihre wichtigste Neuerscheinung des heurigen Jahres der Öffentlichkeit. Ein weiterer Impuls erfolgt durch den Marktstart des aufgewerteten KAROQ.

Mit 2.593 Neuzulassungen und einem Neuzulassungsrückgang von fast 50 Prozent haben die Auswirkungen des Halbleitermangels SEAT mit voller Härte getroffen. Dennoch konnten sich die Spanier mit einem Marktanteil von 5 Prozent respektabel schlagen. Erschwerend für die nächsten Monate kommt neben der angespannten Produktionssituation hinzu, dass das über viele Jahre für Flottenkunden aber auch für Familien wichtige Volumenmodell Alhambra nicht mehr bestellbar ist.

Die junge Marke CUPRA erzielte in den ersten drei Monaten mit 1.138 neu zum Verkehr zugelassenen Fahrzeugen einen Marktanteil von 2,2 Prozent. Maßgeblich für den Erfolg ist neben dem CUPRA Formentor (531 Fahrzeuge) der neue CUPRA Born, der ohne Traktionsverlust in den Markt startete. Mit 581 Neuzulassungen ist das im November letzten Jahres neu eingeführte E-Modell aktuell das beliebteste rein elektrische Fahrzeug des Volkswagen Konzerns im 1. Quartal 2022.

Die Marke Audi zeigte mit 3.663 Neuzulassungen (+15,3 Prozent) und 7 Prozent Marktanteil im ersten Quartal 2022 eine herausragende Performance. Die Marke mit den Vier Ringen führt nach den ersten drei Monaten nicht nur das Ranking der Premiummarken an, sondern konnte als einziger der Premiumhersteller auch stückzahlenmäßig zulegen. Getragen wird der Audi-Erfolg im Wesentlichen von den Modellen A3, Q3, A4 und Q4 e-tron - letzterer ist auch in der Hitparade der E-Modelle unter den Top 5 platziert.

Die Sportwagenmarke Porsche hat mit 384 Neuzulassungen in den ersten drei Monaten des heurigen Jahres hierzulande einen echten "Fast-Start" hingelegt und liegt mit einem Marktanteil von 0,7 Prozent deutlich über dem Marktanteilsdurchschnitt der letzten Jahre. Meist zugelassenes Porsche Modell im 1. Quartal 2022 war der Cayenne, gefolgt von der Markenikone, dem 911 und dem rein elektrischen Taycan.

3/2022 1-3/2022 1-3/2021
NZ MA % NZ MA % NZ MA %
Gesamtmarkt 20.653 100 52.375 100 63.522 100
1. VW 2.570 12,4 6.965 13,3 10.197 16,1
2. ŠKODA 1.549 7,5 4.790 9,1 5.735 9,0
3. Audi 1.289 6,2 3.663 7,0 3.176 5,0
4. BMW 1.494 7,2 3.593 6,9 3.827 6,0
5. Mercedes 1.241 6,0 2.773 5,3 3.023 4,8
6. SEAT 1.005 4,9 2.593 5,0 5.174 8,1
7. Ford 1.049 5,1 2.578 4,9 3.491 5,5
8. Toyota 843 4,1 2.257 4,3 1.557 2,5
9. Renault 972 4,7 2.188 4,2 2.886 4,5
10. Kia 865 4,2 2.173 4,1 1.803 2,8
Diesel-Fahrzeuge 4.416 21,2 11.857 22,6 16.291 25,6
Elektro-Fahrzeuge 3.411 14,7 7.166 13,7 6.620 10,4
Diesel/Benzin-Hybrid 2 24,2 12.908 24,6 13.945 22
VW 2.048 12,4 6.965 13,3 10.197 16,1
Audi 618 6,2 3.663 7,0 3.176 5,0
SEAT 760 4,9 2.593 5,0 5.174 8,1
CUPRA 256 2,1 1.138 2,2 396 0,6
ŠKODA 1.720 7,5 4.790 9,1 5.735 9,0
Porsche 92 0,7 384 0,70 303 0,5
VW Konzern gesamt 5.494 33,9 19.533 37,3 24.981 39,3
Modelle
1. VW Polo 433 1,5 1.042 2,0 1.251 2,0
2. Tesla Model Y 670 3,2 1.034 2,0 -- --
3. ŠKODA Octavia 313 0,9 979 1,9 1.760 2,8
4. ŠKODA Fabia 240 1,8 967 1,8 1.257 2,0
5. VW Bus 290 1,5 962 1,8 876 1,4
6. Dacia Sandero 180 1,3 948 1,8 818 1,3
7. Toyota Yaris 156 1,6 939 1,8 527 0,8
8. VW Golf 201 1,6 841 1,6 1.282 2,0
9. VW Tiguan 384 1,7 832 1,6 1.145 1,8
10. VW T-Roc 230 1,4 693 1,3 1.555 2,4